Es ist höchste Zeit zu handeln!

Unser neu gegründeter und gemeinnütziger Verein „ArtenErben“ engagiert sich für den Artenerhalt in unserer Heimat. Bürger*innen der Verbandsgemeinde Maxdorf arbeiten unter wissenschaftlicher Anleitung ganz konkret für den Schutz und die Vernetzung von Ökosystemen.
Schon das Logo zeigt eindeutig, worum es geht. Das rote Maxdorfer X schiebt sich vor das „st“ des Wortes Artensterben und symbolisiert, dass wir uns in der VG Maxdorf nicht mit dem Verlust von Biodiversität abfinden wollen. Entstanden aus einer Initiative des Ortvereins der Grünen / Bündnis 90, agiert ArtenErben überparteilich und hat sich zum Ziel gesetzt, alle Parteien, Vereine und Interessensvertretungen zusammenzubringen, um gemeinsam etwas zu bewegen.


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Das Thema Biodiversität geht uns alle an.
Von den 8 Millionen Tier- und Pflanzenarten sind gemäß des Weltbiodiversitätsrates IPBES eine Million vom Aussterben bedroht. Das beschleunigte Artensterben durch den Eingriff des Menschen in die Natur macht auch vor Rheinland-Pfalz und unserer Verbandsgemeinde nicht Halt!
Laut des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten in Mainz sind 61 % der Großschmetterlinge, 49 % der Brutvögel, 45 % der Pflanzenarten und 44 % der Säugetiere unseres Bundeslandes vom Aussterben bedroht!
Machen statt Motzen!
ArtenErben schaut nach vorne und klagt nicht über Dinge, die nicht zu ändern sind. Der Fokus liegt auf schnell umsetzbare Projekte, die sofort einen Nutzen für die Biodiversität darstellen.


• Brucknerkreisel

Der Brucknerkreisel und dessen Umgebung war ein lohnendes Projekt, um die Möglichkeiten für die Umgestaltung von Schotterflächen mittels Staudenbeflanzung zu demonstrieren. Dieses Projekt wurde von den Teilnehmern am 20.01.20 als Startprojekt ausgewählt und nordseitig schon am 06.06.20 beendet. Durch die nachfolgende intensive Pflege hat sich der Kreisel in eine Blütenlandschaft verwandelt.




Wildblumenstreifen vor dem Rathaus (Blühschlange).

Wie kann man eine öffentliche Rasenfläche aufwerten? Eine großzügige Spende von Saatgut, einen Traktor mit Fräse und viele fleißige Hände sind die Rezept für eine Blühschlange auf den Rathausvorplatz. Im neuen Frühjahr kann das Ergebnis bestaunt werden.


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Wissenschaftliche Begleitung, Eh da-Flächenanalyse
Die Verbandsgemeinde hat die landeseigene AgroScience GmbH mit einer Geodatenanalyse zur Erfassung potenzieller Eh da-Flächen beauftragt. Im Rahmen dieser Beauftragung war auch eine Begehung diese mit den Bürgermeistern, Vertretern der Ortsgemeinden und ArtenErben-Vereinsmitgliedern enthalten. Eh da-Flächen sind öffentliche Flächen, die keiner wirtschaftlichen Nutzung unterliegen. Die Ergebnisse dieser Analyse stellen die Agenda für die zukünftige, gemeinsame Arbeit dar. Sie bilden außerdem die Grundlage für die Beantragung von Fördergeldern.

Öffentlichkeitsarbeit.
• Aufklärung:
Im Sinne des Artenschutzes muss auch mal eine natürliche Unordnung zugelassen werden. Jede ausgelassene Mahd ist ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz. Nur durch Aufklärung und Austausch mit der Öffentlichkeit kann ein Verständnis für die naturnahe Gestaltung von Eh da-Flächen geschaffen werden.

• Schulungen:

Naturnahe heimischen Gärten machen einen großen Teil der Fläche der Verbandsgemeinde aus und leisten eine. wertvollen Beitrag zur Biodiversität. Der Gartengestalter Joachim Hegmann gab unserer Bevölkerung in sehr kurzweiliger Art und Weise Tipps und Tricks für das heimische Gartenbiotop.

• Exkursionen
Die durch "ArtenErben" organisierte Begehung des Heidewaldes am 05.09.20 war ein voller Erfolg. Mit 19 Teilnehmer*innen war die max. Anzahl von 20 nahezu ausgereizt. Herr Gramlich vom NABU Heidewald ging auf jede Frage ein und begeisterte durch umfangreiches Wissen und seine leidenschaftliche Vortragsweise. Die ökologische Bedeutung der offenen Heidelandschaft und deren Pflege durch Schafbeweidung spielten ebenso eine Rolle wie abgewendete Bauvorhaben. Wie schade wäre es gewesen, wenn unsere einzigartige Kulturlandschaft der damals geplanten Golfanlage oder einem Freizeitpark hätte weichen müssen! Gut, dass es schon damals den NABU und verantwortungsvolle Politiker gab, die die Umsetzung solcher Maßnahmen verhinderten. Es entstand während der etwa dreieinhalbstündigen Wanderung ein sehr interessanter Austausch zwischen Herrn Gramlich und unserem neuen Förster, Herrn Hoffmann. Der Brombeerbewuchs wurde ebenso intensiv diskutiert, wie die aus Nordamerika stammende spätblühende Traubenkirsche.

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Partner, Spenden
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