Maxdorf 

Wie Gräberfunde belegen, ist die Maxdorfer Heide uralter Kulturboden, auf dem schon Kelten und Römer siedelten. Die erste Ansiedlung der Neuzeit war der „Holzhof“ am Floßbach. 

1736 hatte der Kurfürst von der Pfalz die Saline Bad Dürkheim erworben. Da jedoch der Wald in der Nähe von Bad Dürkheim den Leininger gehörte, ließ Kurfürst Karl Theodor den Floßgraben anlegen, um das Holz, welches für die Saline benötigt wurde, aus seinen weiter südlich liegenden Wäldern auf dem Rehbach und dem Floßbach in die Nähe von Bad Dürkheim zu flößen. 

Hier war der erste Ansiedler Claudius Lojet „Bewohner auf dem Philipp-Halter-Salinen-Holzhof und Holzfaktor“. Ab 1816 kamen aus der näheren und weiteren Umgebung immer mehr Ansiedler hinzu. Maxdorf erhielt seinen Namen am 6. Mai 1819 durch König Maximilian Josef von Bayern. Zu dieser Zeit hatte es bereits 227 Einwohner. 

Maxdorf gehörte von seiner Gründung im Jahre 1819 an bis 1952 als Ortsteil zur Gemeinde Lambsheim. Bereits 1868, dann wieder 1875, 1905 und 1925 versuchten die Maxdorfer Gemeindevertreter die Trennung Maxdorfs von der Muttergemeinde Lambsheim zu erreichen. Ihre Anträge scheiterten dann aber in der Regel schon am Mehrheitsvotum der Lambsheimer Vertreter im Gemeinderat oder die Beratungen wurden so lange verschleppt und vertagt, bis sie im Sande verliefen. Erst am 1. Oktober 1952 wurde der bisherige Ortsteil Maxdorf durch Landesgesetz zur selbständigen Gemeinde. Zugleich erheilt Maxdorf ein eigenes Wappen. Danach setzte eine stürmische Entwicklung auf fast allen Gebieten ein. 
Das Gewerbegebiet umfasst unterschiedlich strukturierte Gewerbe- und Industriebetriebe und sichert Arbeitsplätze am Ort. Die heutige Landschaft um Maxdorf ist geprägt vom Intensiv-Gemüseanbau, so dass sich der Obst- und Gemüsegroßmarkt Maxdorf zu einem der bedeutendsten Erzeugermärkte im Bundesgebiet entwickeln konnte. Durch Ortsabrundungsmaßnahmen und die Erschließung des ca. 30 ha umfassenden Baugebietes „Heideweg-West“ werden in großem Umfang Wohnbaumöglichkeiten für Neu- und Altbürger geschaffen. 

Die katholische Pfarrkirche St. Maximilian wurde 1904/05 im Stile der Neuromantik und die protestantische Pfarrkirche 1914-21 im neugotischen Stil errichtet. 

Das Albert-Funk-Haus, das Carl-Bosch-Haus, die Großsporthalle, das Kreishallenbad sowie die Grund-, Haupt-, und Realschule sind die wesentlichsten Infrastruktureinrichtungen. Zahlreiche Vereine, genannt seien nur der ASV und die Turn- und Spielgemeinde von 1954, prägen das kulturelle und sportliche Leben in der Gemeinde und haben namhafte Sportlerinnen und Sportler hervorgebracht. 


Maxdorf BASF-Siedlung 

Die ursprünglich zu Fußgönheim gehörende Siedlung wurde 1934 als Arbeitersiedlung des IG-Farbenkonzerns begonnen. Weitgehend in Eigenhilfe wurden die Siedlungshäuschen von den freigestellten Arbeitern auf einem von Robinien bewachsenen Gelände errichtet. Die großen Gartengrundstücke waren für die Eigenversorgung vorgesehen. Da jedoch jegliche Ver- und Entsorgungseinrichtungen fehlten, war aber das Siedlerleben anfangs alles andere als romantisch. 

1938 folgte die Inbetriebnahme des Feierabendhauses, das seitdem Mittelpunkt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Siedler ist. Im gleichen Jahr konnte auch die Grundschule errichtet werden, so dass die Kinder nicht mehr nach Fußgönheim in die Schule mussten. 

Die Kanalisation der Siedlung wurde z.T. durch französische Gefangene während der Kriegsjahre verlegt. Die protestantische Kirche konnte im Jahr 1953 und der protestantische Kindergarten im Jahr 1964 eingeweiht werden. 

Durch Gesetz wurde am 07.06.1969 die gesamte Siedlung in die Gemeinde Maxdorf eingegliedert, so dass schlagartig 1.602 Bürgerinnen und Bürger ihre Heimatgemeinde wechselten. Die Vermögensauseinandersetzung zog sich dann allerdings noch 14 Jahre hin, bis das Verwaltungsgericht Neustadt a.d. Weinstraße am 23.12.1983 das Verfahren für erledigt erklärte. 

Auf Antrag der Gemeinde Maxdorf erhielt durch Entscheidung der Kreisverwaltung Ludwigshafen am 04.04.1989 die Siedlung offiziell die Bezeichnung „Maxdorf BASF-Siedlung“. 

Seit 1972 gehört die Ortsgemeinde Maxdorf zur Verbandsgemeinde Maxdorf und ist Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung. Die Ortsgemeinde Maxdorf hat heute rund 7.000 Einwohner.


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